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MeiLuft

Anwendungen

Die Vision ist in der Corona-Zeit entstanden: Krankheitserreger direkt sehen, statt sie über aufwendige Tests nachzuweisen. Daraus ist eine Plattform für Nanopartikel geworden – eine Hardware, viele Anwendungen, und deutlich günstiger als ein Elektronenmikroskop heute.

≈ 200 nmGrenze des Lichtmikroskops. Viren, Ultrafeinstaub und Nanoplastik liegen oft darunter.Beugungsgrenze für sichtbares Licht
≈ 100 nmSo groß ist ein typisches Virus – sichtbar nur im Elektronenmikroskop.Größenordnung
≈ 5 Mio.Todesfälle pro Jahr weltweit im Zusammenhang mit antibiotikaresistenten Bakterien.Schätzung für 2019, GRAM-Studie, The Lancet 2022
ab 80.000 $kostet heute schon ein Tischgerät, das kleinste Rasterelektronenmikroskop, bis 250.000 $. Unser Zielpreis liegt im unteren fünfstelligen Euro-Bereich.Vergabepreise, R&D World, März 2026

Eine Plattform

Heute lassen sich Teilchen unter 200 Nanometern nur in spezialisierten Laboren abbilden: im Vakuum, nach aufwendiger Vorbereitung, meist für eine einzige Fragestellung. Das ist teuer: Schon ein Tischgerät kostet 80.000 bis 250.000 Dollar, ein Forschungsgerät mit Feldemission eine halbe Million Euro und mehr – dazu kommen Labor, Wartung und Fachleute, die es bedienen. Deshalb stehen Elektronenmikroskope meist in Forschungseinrichtungen und großen Unternehmen.

Unser Mikroskop misst an der Luft und wertet selbst aus. Der Zielpreis liegt im unteren fünfstelligen Euro-Bereich, ein Bruchteil eines heutigen Geräts: kompakt, ohne Probenvorbereitung und ohne eigenes Labor, bedient von einer KI statt von Fachpersonal. Damit kann es dort stehen, wo die Fragen entstehen – in der Fertigung, an der Messstation, in der Klinik. Die Anwendungen unterscheiden sich vor allem in Software, Teilchenmaterial und Zulassungsaufwand – deshalb beginnen wir dort, wo keine Zulassung nötig ist.

Industrie

Partikel in der Fertigung: Abrieb von Metallen und Bremsen, Verunreinigungen in Halbleiter- und Batterieprozessen. Wer jedes Teilchen einzeln sieht, erkennt nach Form und Material, woher es kommt – und kann die Quelle abstellen.

Industrielle Anwendungen brauchen keine Zulassung. Deshalb kommen sie zuerst.

Frisch gefrästes Metallteil mit feinem Metallstaub auf einer Werkbank
Illustration, KI-generiert

Ultrafeinstaub in der Luft

Ultrafeinstaub aus Verkehr, Verbrennung und Industrie dringt tief in Lunge und Blutbahn ein. Gängige Messgeräte zählen Partikel oder bestimmen ihre Masse – welche Teilchen es sind, sehen sie nicht. Eine bildgebende Messung zeigt Teilchen einzeln statt nur Mittelwerte und ergänzt die heutigen Verfahren um die Frage nach der Herkunft.

Dunst über einer Straße im Morgenlicht
Illustration, KI-generiert

Nanoplastik im Wasser

Kunststoff zerfällt in immer kleinere Teilchen. Nanoplastik gelangt über Trinkwasser, Lebensmittel und Luft in den Körper. Seine Konzentration zu messen, ist mit heutigen Analyseverfahren aufwendig. Weil unsere Probe auch in Flüssigkeit bleiben kann, sollen sich Kunststoffteilchen einzeln abbilden und von anderen Partikeln unterscheiden lassen.

Wasserprobe im Gegenlicht
Illustration, KI-generiert

Medizin, mittelfristig

Bei einer schweren Infektion, etwa einer Blutvergiftung, zählt jede Stunde. Die übliche Diagnose über Kulturen dauert oft mehrere Tage; bis dahin werden häufig Breitbandantibiotika gegeben, die die Bildung resistenter Keime begünstigen. Weltweit stehen jedes Jahr rund fünf Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit antibiotikaresistenten Bakterien (Schätzung für 2019).

Bakterien selbst sind groß genug für das Lichtmikroskop. Dort erscheinen sie aber nur als Stäbchen oder Kügelchen von etwa einem Mikrometer; nach einer Färbung lassen sie sich grob in Gruppen einteilen, welche Art es ist, zeigt sich meist erst nach der Anzucht in der Kultur. Das Elektronenmikroskop zeigt Form und Oberfläche im Detail. Wie weit sich Erreger an diesen Merkmalen unterscheiden lassen, wollen wir mit dem Prototyp untersuchen.

Unser mittelfristiges Ziel: Erreger direkt aus der Probe erkennen. Das ist ein Ziel mit Zulassung, kein heutiges Angebot.

Notaufnahme bei Nacht
Illustration, KI-generiert

Forschung

Für Hochschulen und Labore ist ein kompaktes Elektronenmikroskop, das an der Luft misst und selbst auswertet, ein Werkzeug für Reihenuntersuchungen, die bisher an Großgeräte und aufwendige Probenvorbereitung gebunden sind.

Für Investoren

Ansatz
Kompaktes Rasterelektronenmikroskop, das durch ein Fenster an der Luft misst; eigene Hardware bis zum Strahl; physikalisches Modell des Geräts
Kosten
Heutige Rasterelektronenmikroskope kosten 80.000 bis 250.000 Dollar als Tischgerät und eine halbe Million Euro und mehr als Forschungsgerät, dazu Labor, Wartung und Fachpersonal (R&D World, März 2026). Zielpreis für unser Gerät: im unteren fünfstelligen Euro-Bereich, ohne Labor und Fachpersonal
Physical AI
KI, die Bilder verbessert, Teilchen erkennt und das Mikroskop selbst steuert
Märkte
In Stufen: Industrie ohne Zulassung zuerst, dann Umwelt, mittelfristig Medizin
Stand
Strahlsystem erprobt, Versuchsmikroskop mit eigener Steuerung liefert erste Bilder, Prototyp im Bau – wo wir stehen
Schutzrechte
Eigene Patente zur Abbildung und Erfassung von Partikeln
Förderung
Forschungszulage: Siegel der BSFZ für 2024, 2025 und 2026
Bedarf
Finanzierung des Prototyps und der ersten Anwendungsstudien

Wir stellen Ihnen den Entwicklungsstand gern im Gespräch und in unserem Labor vor: durchatmen@meiluft.de.